Der pädagogische Aspekt des historischen Dorfes

Weiterhin ist das Museumsdorf als Lehr- und Erlebnisort sehr geeignet um unter anderem unterrichtsbegleitend genutzt zu werden.

Schulklassen von Grundschule bis Gymnasium können das Gelände z. B. zu Zwecken des themenbezogenen Geschichtsunterrichtes nutzen. Pädagogen haben die einmalige Gelegenheit, so wertvolle regionale Geschichte anschaulich und gleichsam vor Ort zu vermitteln.

Schul- und Vorschulklassen können von Frühjahr bis Herbst Ausflüge ins Dorf unternehmen um in einer Art Heimatkundeunterricht spielerisch Zugang zu Geschichte und auch Natur ihrer Heimat zu erlangen. Zu diesem Zweck wollen wir einen kleinen Naturlehrpfad anlegen, der auf verschiedene Pflanzen und Tiere hinweist.

Denkbar wäre in Zukunft sogar eine Nutzung des Dorfes oder einzelner Segmente als Ferienlager unter Betreuung ausgebildeter Pädagogen.

Außerdem sollen Kinder und Jugendliche ihren Horizont nicht nur geschichtlich, sondern auch handwerklich erweitern können, indem ihnen unter Anleitung zum Beispiel die Nutzung der historischen Werkstätten, des Kräutergartens usw. ermöglicht wird.
Desweiteren ist für die Tiere im Dorf langfristig die Vergabe von Patenschaften an Kitas und Schulen der Region geplant.

Mögliche Lehr- und Erlebnisprogramme für Kinder und Jugendliche:

  • Attraktives Ziel für Klassenfahrten und Wandertage

  • Angeboten werden können neben Führungen auch themenbezogene Vorführungen in traditioneller Kunst und Handwerk

  • In Projekttagen und –wochen erhalten Schulklassen die Möglichkeit, regionale Geschichte anschaulich und vor Ort vermittelt zu bekommen

  • Projektunterricht (Geschichtsforschung und –darstellung, experimentelle Archäologie, Workshops, z.B. Töpfern, Backen, Naturkunde)

  • Feriengestaltung (Abenteuerurlaub, Kinderturniere u.ä.)

  • Kinder und Jugendlichen der Region soll zukünftig das historische Dorf zur betreuten Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen

Projekte und Programme für fachlich Interessierte

  • Angebot archäologischer Langzeitexperimente, für Studenten der Fachgebiete Archäologie und Geschichte, etwa im Hausbau (evtl. auch Auszubildende im Holzhandwerk) oder Forschungen zu frühgeschichtlicher Landwirtschaft, zeitgenössischer Lebensmittelherstellung usw.

  • Kommunikationsplattform für Archäologen und Historiker

  • Treffpunkt für Darsteller aus den Bereichen „Living History“ und „Reenactment“ zum Informationsaustausch

Veranstaltungen die zukünftig im und um das Dorf stattfinden sollen:

  • historische Feste, auch die Einbeziehung in lokale Festivitäten (Altstadtfest, Halloween, Kindertag)

  • Begehung von traditionellen vorchristlichen Feiertagen wie Ostara (Ostern), Jul (Weihnachten), Samhain (Halloween)

  • Wettkämpfe in historischen Sportarten, bei denen sich Touristen und Einheimische in Disziplinen wie Bogenschießen und Speerwerfen messen können.

  • jährlich stattfindende Wettkämpfe zwischen den verschiedenen Living History- und Reenactment-Gruppen Deutschlands, zum Beispiel in den verschiedenen Disziplinen des Vollkontaktt-Fechtens (siehe „Alls Wari Dags – Kriegerwettstreit“).

  • Kunstaktionen, wie Holzkunst-Symposien

  • Märkte für traditionelle Handwerkskunst

  • Ausrichtung von Betriebs- oder Familienfesten mit entsprechendem Rahmen-programm